Montag, 10. Oktober 2005

den boss anbruellen

das ist ja nicht unbedingt etwas, was man so als ratschlag bekommt. tatsächlich war das aber heute ein tag, wo ich genau das gemacht habe.
und hallo, was hab ich gebrüllt.
bekam nachher komplimente von zwei arbeitskolleginnen wegen meiner stimmgewalt.
*gg*
und - ich hab den job noch.
hui, ist dat heut eskaliert inner arbeit.
und das ist gut so.
weil - er schreit ja soviel, und wir sind alle völlig ferddich deswegen auf die nerven. weil der chef choleriker ist.
und wo ich schreien, brüllen null vertrag. hat meine produktion um 90% gesenkt. weil man ständig da sitzt, den druck hat, aufträge zu bringen, und wenn nicht, dann geht der hoch wie eine landmine.
am anfang, wie ich das noch nicht erlebt hatte, hab ich geschrieben wie `ne eins. nach dem ersten brüller - der nicht mir galt - gings abwärts.
tja, und dann die ständigen fragen, was denn los sei, und weil man den job braucht, sagt man nix, um nicht die nächste brüllattacke zu erleben.
damit war heut schluß.
eine ist nach der mittagspause nicht mehr zur arbeit erschienen. das hat heute den ersten brüllorkan ausgelöst. wo wir gar nix dafür konnten, bekamen wir es voll ab.
tja, worauf der rest der mannschaft erstarrte, und gar nix mehr ging.
dann nochmal unwetter - nur donner, keine blitze. *g*
und wie keiner mehr reagierte wurden wir an den tisch beordert.
weil er zwar choleriker ist, aber - und das ist das positive an dem chef - er jetzt unbedingt wissen wollte, was denn nun im argen läge.
tja, und in dieser firma trat nun der seltene fall eines zusammenhalts auf. alle, alle kolleginnen haben den mund aufgemacht, einschließlich mir, ausschließlich des kleinen männlichen arschkriecherleins, den wir auch noch haben.
zwei stunden heftigste debatten darüber, daß wir doch wohl kaum durch das auftragsminimum unter druck sein könnten. was ja auch keiner ist. nur wenn dieses minimum nicht schon mittags erreicht ist, dreht er ja durch - und das setzt eben dann schon unter druck. das warten auf die brüllorgie.
gut, bei dieser debatte meinte er auch, er muß brüllen - und da ist es passiert.
ich habe zurück gebrüllt. und dann gings. *ggg*
nun ja, nach diesen zwei stunden, war ihm endlich auch klar, von was wir uns so unter druck gesetzt fühlen, das nix mehr läuft.
tja, und dann... eine entschuldigung seinerseits, mit dem versprechen, das er versuchen wird, seine cholerischen anfälle in zaum zu halten.
ich war völlig baff. hätte ich nicht erwartet.

surprise, surprise.

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Samstag, 8. Oktober 2005

ein traum

ich bin in einem callcenter. ist eher wie ein riesiger schulsaal der arbeitsraum.
da arbeiten jede menge leute, die ich kenne.
ich mach nicht genug aufträge. bin darüber auch etwas über mich selber wütend und auch, weil ich weiß, das ich auf jedes kleine "passt-nicht" so reagiere.
laufe durch die tischreihen und setz mich dann doch wieder an meinen platz.
eine kollegin - ist eine freundin aus meiner schulzeit - giftelt mich an. ich würde ihre konzentration stören, so könne sie nicht arbeiten. ich mecker zurück. obwohl der raum riesengroß ist, ist unser getuschel laut und deutlich für alle zu hören. sie meint, ich könne ja abhauen.
ich finde aber, eigentlich wär der job doch gut, nur daß es halt grad nicht läuft, und deswegen geh ich da jetzt nicht.
pack ne zeitung demonstrativ aus und les in der.
steh dann wieder auf. hab diese erdrote hose an, die mir sowieso zu weit ist. hier im traum ist sie so weit, daß noch drei leute reinpassen würden. muß sie dauernd festhalten, damit ich sie nicht verliere. finden alle recht lustig.
dann laufe ich ohne diese hose rum. hab eine strumpfhose an und das t-shirt ist reingestopft - wie ein kind.
zieh die hose wieder an, jemand lacht blöde.
packe diese frau, drücke sie mit einer hand gegen die wand und mit der anderen hand ziehe ich diese übergroße hose weit vom körper und sage ihr, daß ich eben schon mal abgenommen hätte und ob das ein prob für sie ist, daß ich die hose trotzdem trage.
sitze dann wieder an meinem platz, vor mir die zeitung. ist entweder kurz vor der mittagspause oder vor dienstschluß.
ein schicki-micki-typ mit grauen haaren kommt rein, der chef.
fragt, was denn los sei.
die zeitung liegt unangenehmerweise noch am tisch, und ich arbeite nicht.
er sieht aber darüber hinweg, wie wenn sie nicht da wäre, obwohl ich bemerke, das er sie angesehen hat.
ich sage, am liebsten würd ich ja kündigen, weil es nicht läuft.
bin in einer "mir-doch-alles-egal"-phase.
er sagt, ich soll mitkommen.
ich geh mit, obwohl ich in dem moment nur halb bekleidet bin.
wir gehen zu einem hubschrauber.
auf dem weg dorthin sagt er mir, daß es blödsinn ist, wenn ich kündigen will, weil ich das potential für mindestenst 11 aufträge täglich habe, auch wenns momentan nicht klappt.
er setzt sich mit mir in den hubschrauber.
wir fliegen los.
er stellt den autopilot ein.
der hubschrauber fliegt durch häuserschluchten.
manchmal ganz knapp an die hochhäuser ran, aber der schicki-micki-chef meint, das macht nix - der autopilot schafft das immer.
während dem flug erklärt er mir, das der oberste chef jetzt doch mit mir wegen der kündigung sprechen möchte. dorthin seien wir unterwegs. eigentlich hätte er - schicki-micki- das regeln wollen. aber jetzt will der oberste boss darüber mit mir sprechen.
vorher jedoch ein zwischenstop in seiner - schicki-micki-chef - wohnung.
sind dann in der wohnung des schicki-micki-chefs. eigentlich ist es ein großes haus.
weil ich nass bin, bekomme ich ein riesenhandtuch zum umwickeln.
bei ihm zuhause gibts jede menge leute, die mit ihm verwandt sind.
er läßt mich dort ein paar stunden allein mit denen.
die fragen nicht nach, was ich da tue. werde einfach als anwesend akzeptiert.
denke daran, daß ich eigentlich zuhause bescheid geben sollte, das ich später nach hause komme.
auf dem flur liegt ein hellblauer flokati - voll schmuddelig das ding.
erinnere mich, bereits bei einem anderen callcenter so einen flokati gesehen zu haben, und denke mir, das anscheinend leitende personen von callcentern einen ähnlich abartigen geschmack haben.
überhaupt ist die ganze wohnung ein bissl abgeschnuddelt. scheint aber niemanden zu stören.
dann entdecke ich, der schicki-micki-chef ist zurück und will mit mir zum oberboss, auf einem stuhl zwei junge kätzchen.
wunderhübsche tiger.
eins fängt bei der ersten berührung an wie ein motor zu schnurren. das andere pennt weiter.
der schnurrtiger ist extrem lebhaft und springt rum. springt mir in den rücken und klettert dort - mit ziemlich scharfen krallen - hoch um es sich in meinem nacken gemütlich zu machen.
eine verwandte des chefs frage ich, welche rasse das ist. sie sagt etwas, was ich nicht verstehe, und meint dann noch, das wär wohl eine amerikanische rasse.
der stuhl hat mehrere schichten, und in jeder liegen noch jüngere kätzchen.
ich werd ganz wunderlich.
während ich mit den kätzchen rummache, rutscht mir immer das handtuch und ich stelle fest, das ich darunter nackt bin. was aber weder mich noch sonst wen stört.
ziehs nur immer wieder zurecht, damit mir nicht kalt wird.
neben dem stuhl ist ein schubladenschrank.
in den schubladen sind überall junge kätzchen. aber auch besteck, kaffeetassen, und anderes hausgerät.
der schicki-micki-chef meint, das es den katzen einfach nicht abzugewöhnen ist, ihre jungen überall zu bekommen.
ich gucke schublade für schublade durch.
und jetzt bin ich wirklich begeistert. da sind kätzchen, die haben grüne flecken, gelbe flecken, lila flecken, alle farben.
so, wie ich seit über zwanzig jahren von solchen katzen schon mal nachts geträumt habe, sind sie hier jetzt real.
ich erzähle das dem schicki-micki-chef.
das ich schon immer in nachtträumen von solchen bunten katzen geträumt habe, und der meinung war, die wirds irgendwann geben bzw. gibts irgendwo.
jetzt wollen wir weiter, zum oberboss.
bevor wir zum hubschrauber rausgehen, geht der schicki-micki-boss ins bad und holt mir ein neues handtuch, bzw. ist es eher eine decke, da das, was ich umgewickelt habe wieder völlig nass ist.
er kommt mit einer wunderschönen baumwolldecke, die fransen hat, aus dem bad und hält sie so, das ich mich hinstellen kann, und er sie mir umhängt. sie ist braunrot mit wundervollen zacken- und linienmustern in weiß und schwarz, rot und blau.
ich lasse das handtuch vom körper gleiten und mich in die decke wickeln.
dabei merke ich, das ich gar nicht mehr übergewichtig bin. nicht dünn, aber einfach so, wie ich mich wohlfühle.

aufgewacht!

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