träume von ahnen
innerhalb einiger tage habe ich jetzt von verstorbenen aus meiner familie geträumt.
zuerst hatte ich einen traum, dass mich mein großvater väterlichseits mit seiner tochter, meiner tante, hier in berlin besuchen will.
ganz überrascht war ich dann, weil auch seine zweite frau mit war, meine taufpatin, mit der er meine tante noch im hohen alter gezeugt hatte.
auf meiner seite war die freude riesig, habe ich ihn doch seit über 20 jahren nicht mehr gesehen.
sie standen wie so ein statuengrüppchen, mit den profilen mir zugewandt.
die tante t. - zweite frau - vor dem opa, er hinter ihr, hatte die hand auf ihrer schulter. und links von ihr, auch mit einer hand des opa auf der schulter, ihre tochter, die tante g.
das gesicht von tante t. war allerdings nicht zu erkennen, das war ein verwischter, hautfarbener fleck.
jedenfalls bin ich hingelaufen, und hab dem opa einen kuss auf die mir zugewandte, rechte wange gegeben. dabei fiel mir ein, dass er eigentlich schon über 20 jahre tot ist, und fragte ihn, wie er denn auch hierher käme, wo doch nur g. und t. dazu eine möglichkeit hätten.
die antwort hab ich entweder vergessen oder bin zwischendurch kurz aufgewacht und hab sie nicht mehr mitbekommen.
der zweite traum war heute.
ich war beim haus meiner großeltern, bei denen ich aufgewachsen bin.
meine oma hatte einen schlaganfall erlitten und war pflegefall.
ich kam wohl grad von der arbeit, und draußen am gartenzaun hing die jacke eines sanitäters und darauf steckte seine sonnenbrille.
außerdem waren die schlüssel für die haustür und für die garage ganz offen an der wand.
mein opa war mit dem auto unterwegs und nicht da.
dieser traum spielte sich nur vor dem haus ab, und ich hatte einfach nur die "erinnerungen" was passiert sei, und "wußte" eben, dass der sanitäter drinne ist, und die oma pflegt, der opa unterwegs ist, und ich grade von der arbeit käme.
ich hab niemanden gesehen.
der traum ist insofern falsch, da meine oma ja an krebs verstorben ist.
bemerkenswert für mich ist, dass ich ja seit dem tod meiner oma sehr, sehr oft von ihr geträumt habe. also auch träume, wo sie tatsächlich da war, und nicht so personenlos wie der obige traum.
ja, dass ich in träumen im totenreich war zu besuch, oder sie sonst wo getroffen habe.
das ist meine mütterliche linie.
nun habe ich vor zwei oder drei monaten beschloßen, dass ich mich mit meiner väterlichen linie auseinandersetzen will.
dazu gabs ein paar hints und denen bin ich auch nach gegangen. wobei es mir anfangs eher um den familiennamen ging, und weniger - so ehrlich sollt ich sein - um die linie selber.
kurz nach dem entschluß bin ich auf eine begnadete kartenlegerin gestoßen, die mir auf einmal - sie wußte von nix! - was erzählt von wegen rückbindung an die väterliche linie wichtig. von deren seite würden ja kontaktversuche sein, ich täte die blocken. sinngemäß.
das hat mich schon mal ein bissle umgehauen.
gut, dann waren direkt nach der legung ständig bilder auf der straße, auf plakaten, etc. die in direktem zusammenhang mit meinem geburtsfamiliennamen standen.
na, sowas kennt man ja, und ich nehms nicht auf die leichte schulter, aber überbewerten tu ich es auch nicht.
sag mir halt - ok, es wird grad gewunken. *ggg*
tja, und dann träum ich vor ein paar tagen den ganz obigen traum.
das erste mal, dass ich von diesem opa träume.
und das, nachdem ich mich entschloßen hab, mich der linie zuzuwenden.
das find ich wunderschön.

Höre eher auf die Dinge
als auf die Lebenden.
Vernimm die Stimme des Feuers,
höre dem Wasser zu,
lausche dem Wind,
der in den Bäumen seufzt.
Das ist der Atem der Ahnen.
Die Toten sind nie von uns gegangen,
sie sind im Schatten, der heller wird,
sie sind im Schatten, der sich verdunkelt.
Die Toten sind nicht unter der Erde:
sie sind uns nah
im Rauschen der Bäume,
im Knarren des Holzes,
im Wasser, das strömt
und im Wasser, das ruht.
Sie sind im Verborgenen, sie sind in der Menge.
Die Toten sind nicht tot ...
(Biagro Diop, Senegal)
zuerst hatte ich einen traum, dass mich mein großvater väterlichseits mit seiner tochter, meiner tante, hier in berlin besuchen will.
ganz überrascht war ich dann, weil auch seine zweite frau mit war, meine taufpatin, mit der er meine tante noch im hohen alter gezeugt hatte.
auf meiner seite war die freude riesig, habe ich ihn doch seit über 20 jahren nicht mehr gesehen.
sie standen wie so ein statuengrüppchen, mit den profilen mir zugewandt.
die tante t. - zweite frau - vor dem opa, er hinter ihr, hatte die hand auf ihrer schulter. und links von ihr, auch mit einer hand des opa auf der schulter, ihre tochter, die tante g.
das gesicht von tante t. war allerdings nicht zu erkennen, das war ein verwischter, hautfarbener fleck.
jedenfalls bin ich hingelaufen, und hab dem opa einen kuss auf die mir zugewandte, rechte wange gegeben. dabei fiel mir ein, dass er eigentlich schon über 20 jahre tot ist, und fragte ihn, wie er denn auch hierher käme, wo doch nur g. und t. dazu eine möglichkeit hätten.
die antwort hab ich entweder vergessen oder bin zwischendurch kurz aufgewacht und hab sie nicht mehr mitbekommen.
der zweite traum war heute.
ich war beim haus meiner großeltern, bei denen ich aufgewachsen bin.
meine oma hatte einen schlaganfall erlitten und war pflegefall.
ich kam wohl grad von der arbeit, und draußen am gartenzaun hing die jacke eines sanitäters und darauf steckte seine sonnenbrille.
außerdem waren die schlüssel für die haustür und für die garage ganz offen an der wand.
mein opa war mit dem auto unterwegs und nicht da.
dieser traum spielte sich nur vor dem haus ab, und ich hatte einfach nur die "erinnerungen" was passiert sei, und "wußte" eben, dass der sanitäter drinne ist, und die oma pflegt, der opa unterwegs ist, und ich grade von der arbeit käme.
ich hab niemanden gesehen.
der traum ist insofern falsch, da meine oma ja an krebs verstorben ist.
bemerkenswert für mich ist, dass ich ja seit dem tod meiner oma sehr, sehr oft von ihr geträumt habe. also auch träume, wo sie tatsächlich da war, und nicht so personenlos wie der obige traum.
ja, dass ich in träumen im totenreich war zu besuch, oder sie sonst wo getroffen habe.
das ist meine mütterliche linie.
nun habe ich vor zwei oder drei monaten beschloßen, dass ich mich mit meiner väterlichen linie auseinandersetzen will.
dazu gabs ein paar hints und denen bin ich auch nach gegangen. wobei es mir anfangs eher um den familiennamen ging, und weniger - so ehrlich sollt ich sein - um die linie selber.
kurz nach dem entschluß bin ich auf eine begnadete kartenlegerin gestoßen, die mir auf einmal - sie wußte von nix! - was erzählt von wegen rückbindung an die väterliche linie wichtig. von deren seite würden ja kontaktversuche sein, ich täte die blocken. sinngemäß.
das hat mich schon mal ein bissle umgehauen.
gut, dann waren direkt nach der legung ständig bilder auf der straße, auf plakaten, etc. die in direktem zusammenhang mit meinem geburtsfamiliennamen standen.
na, sowas kennt man ja, und ich nehms nicht auf die leichte schulter, aber überbewerten tu ich es auch nicht.
sag mir halt - ok, es wird grad gewunken. *ggg*
tja, und dann träum ich vor ein paar tagen den ganz obigen traum.
das erste mal, dass ich von diesem opa träume.
und das, nachdem ich mich entschloßen hab, mich der linie zuzuwenden.
das find ich wunderschön.

Höre eher auf die Dinge
als auf die Lebenden.
Vernimm die Stimme des Feuers,
höre dem Wasser zu,
lausche dem Wind,
der in den Bäumen seufzt.
Das ist der Atem der Ahnen.
Die Toten sind nie von uns gegangen,
sie sind im Schatten, der heller wird,
sie sind im Schatten, der sich verdunkelt.
Die Toten sind nicht unter der Erde:
sie sind uns nah
im Rauschen der Bäume,
im Knarren des Holzes,
im Wasser, das strömt
und im Wasser, das ruht.
Sie sind im Verborgenen, sie sind in der Menge.
Die Toten sind nicht tot ...
(Biagro Diop, Senegal)
LuciaS - 8. Nov, 08:51